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Poetry // Papier und Stift

Den ganzen Tag bin ich von ihnen umgeben. Von all diesen Bildschirmen. Ich schau quasi nur noch von dem einen auf, um den nächsten zu kontrollieren.

Meine Augen sind müde. Erschöpft suchen sie echte, reale Reize.

Meine Hände wollen spüren, nach etwas greifen. Widerstand erleben, Formen ertasten. Sich verbrennen.

Meine Nase will riechen, sich verziehen. Vor Gestank und vor Betörung.

Ich lasse meine Hand über das Papier vor mir gleiten, biege das Softcover meines Notizbuchs in verschiedene Richtungen. Rieche an dem Papier zwischen meinen Fingern.

Der Stift ist in meiner Rechten platziert. Er streift beim Schreiben wie von selbst von links nach rechts. Ich ziehe kleinere und größere Linien, male Bäuche, die am Ende Worte und gar Sätze bilden.

Ich habe das Gefühl, so soll es sein. Das soll ich tun.

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